
Nimm das Leben in die Hand!
Motivation und Leitsätze
Hier wird mit handfesten Werkzeugen gebaut!
Die Kinderwerkstatt hat das Ziel, in jungen Menschen die Freude am handwerklichen Schaffen und kreativen Gestalten zu wecken. Sie bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, schon früh ihre ganz eigenen Erfahrungen mit Werkzeug und Materialien zu machen. Sie können „ein Händchen“ für den Umgang mit solidem Handwerkzeug entwickeln und Dinge ausprobieren, die im wohnlichen Umfeld eher selten machbar sind.
Die Kinderwerkstatt arbeitet mit den Kernbegriffen
– Entfaltung in Aktion
– Kreativ durch freies Entdecken
– Unterstützen durch Vorausgehen
Entfaltung in Aktion

Unsere Kinder leben in einer Welt, die sehr früh intellektualisiert, mit „medialer Berieselung“ konfrontiert und immer weniger Raum für körperliche Entfaltung bietet. Wesentliches Anliegen der Kinderwerkstatt ist es daher, die Kinder die Welt über das Körperliche erfahren zu lassen – durch das aktive, kreative Schaffen mit Werkzeug und Material. Das „Denken“ geschieht durch die Hände: Lass die Hände entdecken und ausprobieren, und dann „sprechen“, indem sie einen Ausdruck im Werk finden.
Im Mittelpunkt steht das praktische Schaffen.
Kreativ durch Entdecken

„Ich bin ein guter Handwerker geworden, weil ich als Kind in der Werkstatt meines Vaters immer völlig ungestört und ungefragt die unmöglichsten Dinge zusammenzimmern durfte.“
(Steffen)
Kreativität entsteht vornehmlich aus einer gelassenen Ungezwungenheit. Im Vordergrund steht das Dürfen, das Können, und nicht das Müssen. Die Kinderwerkstatt möchte keine weiteres „Schulpensum“ aufbauen. Sie möchte einfach Raum und die nötigen Mittel geben, mit denen handwerkliches, kreatives Schaffen möglich ist. Zentrales Stichwort ist hier die „Exploration“: Entdecken, Experimentieren, Ausprobieren.
Unterstützen durch Vorausgehen

Kinder brauchen die Unterstützung und das Vorbild der Erwachsenen. Kinder wollen ihre Welt begreifen. Dies geschieht vornehmlich durch Nachahmung. „Begreifen“ kommt wortwörtlich von „etwas in die Hand nehmen“. Wenn wir also den Kindern etwas von der Welt begreiflich machen wollen, dann am besten durch Dinge, die sie selber in die Hand nehmen können, und dadurch, dass wir ihnen etwas vorzeigen, was sie einfach nachmachen, nachspielen, nachbauen können. Er-ziehung heißt hier, dass Erwachsene etwas mit soviel Begeisterung tun, dass es die Kinder mit-zieht – am besten durch aktives, praktisches Vorausgehen und Vormachen.
Die Werkstatt richtet sich insofern nicht nur an Kinder, sondern immer wieder auch an Eltern. Kinder erleben tatkräftige Erwachsene, die mit viel Freude an einem Werkstück arbeiten – bei den kleineren Kindern die Eltern, ansonsten natürlich auch die Kursleiter. Diesen Vorbildern können sie praktisch und in ihrem Empfinden nacheifern.
Die Werkstatt unterstützt Kinder und ihre Eltern, indem sie in Workshops und Kursen die nötigen Arbeitsmittel sowie Anregungen für kreatives Werken und Bauen mit den Kindern bietet.
Das Werkstatt-Mobil ermöglicht den Einsatz an unterschiedlichsten anderen Orten und Events, z.B. in Projektwochen an Schulen, im Ferienlager, auf Messen oder Festen.